Warum der Nikolaus auch zu Familie Gül kommt | Merve Gül

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Vor 19 Jahren spielte sich im Hause der Familie Gül wieder eine kuriose Geschichte ab. Frisch im Kindergarten lernte ich nämlich, was der Nikolaus-Tag war. Ein Tag, den meine Eltern nicht kannten.

Einen Abend vorher, bereits nach 20 Uhr, schloss ich einfach die Haustür, auf dem Weg ins Bett, auf und legte einen meiner Gummistiefel raus.

Meine Mutter fragte mich verwundert, was ich da tue.

“Mama, heute Nacht kommt der Nikolaus und der legt allen Kindern was in die Stiefel! Das haben wir im Kindergarten diese Woche gelernt.”

Jetzt bekam meine Mutter etwas Panik. 20 Uhr und die Läden waren bereits geschlossen, morgen früh vermutlich eine kleine, enttäuschte Merve. Ich bin mir sicher, dass meine Mutter sich hätte was am nächsten Tag einfallen lassen, wie es Mütter eben immer tun.

Aber das war überhaupt nicht nötig!

Denn am nächsten Morgen nach dem Aufwachen rannte ich zu meinem Stiefel, der voll war und ich war einfach nur glücklich.

Und wer war es?

Der altdeutsche Opi, der direkt gegenüber von uns wohnte und das Spektakel am Abend mitgekriegt hatte.

Meine Mutter ist für diese Geste so dankbar gewesen, dass sie seitdem jeden Nikolaus allen kleinen Kindern, die bei uns im Haus wohnen, auch was vor die Tür stellt.

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